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1 - Die Öffnung
2 - Die Kuh
3 - Das Haus Ìmráns
4 - Die Frauen
5 - Der Tisch
6 - Das Vieh
7 - Die Höhen
8 - Die Verderblichkeit des Krieges
9 - Die Reue
10 - Jonas
11 - Hüd
12 - Joseph
13 - Der Donner
14 - Abraham
15 - Der steinige Teil
16 - Die Biene
17 - Die Nachtwanderung
18 - Die Höhle
19 - Maria
20 - Tá Há
21 - Die Propheten
22 - Die Pilgerfahrt
23 - Die Gläubigen
24 - Das Licht
25 - Das Kennzeichen
26 - Die Dichter
27 - Die Ameisen
28 - Die Erzählung
29 - Die Spinne
30 - Die Römer
31 - Luqmán
32 - Die Anbetung
33 - Die Verbündeten
34 - Saba
35 - Der Ausgangspunkt der Schöpfung
36 - Já-Sín 
37 - Jene eingereiht in Ränge
38 - Sád 
39 - Die Gruppen
40 - Der Gläubige
41 - Fussilat 
42 - Die Beratung
43 - Der Goldschmuck
44 - Der Rauch
45 - Das Beugen des Knies
46 - Al-Ahqáf 
47 - Mohammed 
48 - Der Sieg
49 - Die Wohnungen
50 - Qáf 
51 - Die Winde der Zerstreuung
52 - Der Berg
53 - Der Stern
54 - Der Mond
55 - Der Gnadenvolle
56 - Das unvermeidliche Ereignis
57 - Das Eisen
58 - Die flehende Frau
59 - Die Versammlung
60 - Die zu untersuchende Frau
61 - Das Schlachtfeld
62 - Die Freitagsversammlung
63 - Die Heuchler
64 - Wechselseitige Ab- und Zunahme
65 - Die Trennung
66 - Verbotene Sache
67 - Die Herrschaft
68 - Der Stift
69 - Die wirkliche Realität
70 - Die Wege des Aufstiegs
71 - Noah
72 - Der Dschinn
73 - Der in Gewänder Gekleidete
74 - Der Verhüllte
75 - Die Auferstehung
76 - Der Mensch
77 - Die Davongesandten
78 - Der Ereignis
79 - Die Ausreisser
80 - Der die Stirn runzelt
81 - Der Spaltet
82 - Der Zusammenklappende
83 - Betruegerische Handlung
84 - Der Zerfleischende
85 - Die Burgen
86 - Der nächtliche Besucher
87 - Der Allerhöchste
88 - Das Umwerfende Ereignis
89 - Die Morgendämmerung
90 - Die Stadt
91 - Die Sonne
92 - Die Nacht
93 - Der glorreiche Morgen
94 - Die Verbreitung
95 - Die Feige
96 - Der Blutklumpen
97 - Die kraftvolle Nacht
98 - Der klare Beweis
99 - Die Zuckung
100 - Die Laufenden
101 - Der Tag des Geschreis
102 - Die Anhäufung
103 - Die Zeit über Generationen
104 - Der Skandalöse Händler
105 - Der Elefant
106 - Quraisch 
107 - Bedürfnisse der Nachbarn
108 - Der Überfluss
109 - Die Ungläubigen
110 - Die Hilfe
111 - Der Palmenfasern
112 - Reinheit des Vertraüns
113 - Die Morgendämmerung
114 - Die Menschheit
DEUTSCH

10 - Jonas

 

Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.

 
1Alif Lám Rá. Dieses sind die Verse des weisen Buches.
 
2Scheint es den Menschen so seltsam, daß Wir einem Manne aus ihrer Mitte die Eingebung sandten: «Warne die Menschen und verkünde frohe Botschaft denen, die da glauben, daß sie einen wirklichen Rang bei ihrem Herrn besitzen»? Die Ungläubigen sprechen: «Fürwahr, das ist ein offenkundiger Zauberer.»
 
3Wahrlich, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde erschuf in sechs Zeiten, dann setzte Er Sich auf den Thron; Er lenkt alles. Es gibt keinen Fürsprecher, es sei denn mit Seiner Erlaubnis. Dies ist Allah, euer Herr, so betet Ihn an. Wollt ihr euch denn nicht mahnen lassen?
 
4Zu Ihm ist euer aller Heimkehr: eine Verheißung Allahs in Wahrheit. Er bringt die Schöpfung hervor; dann läßt Er sie zurückkehren, auf daß Er jene, die glauben und gute Werke tun, belohne nach Billigkeit; die aber ungläubig sind, ihnen wird ein Trunk siedenden Wassers zuteil werden und schmerzliche Strafe, weil sie ungläubig waren
 
5Er ist es, Der die Sonne zur Leuchte und den Mond zu einem Schimmer machte und ihm Stationen bestimmte, auf daß ihr die Anzahl der Jahre und die Berechnung kennen möchtet. Allah hat dies nicht anders denn in Weisheit geschaffen. Er legt die Zeichen einem Volke dar, das Wissen besitzt.
 
6Wahrlich, in dem Wechsel von Nacht und Tag und in allem, das Allah in den Himmeln und auf der Erde erschaffen, sind Zeichen für ein gottesfürchtiges Volk.
 
7Die aber, die nicht auf die Begegnung mit Uns hoffen und zufrieden sind mit dem Leben in dieser Welt und sich dabei beruhigen, und die Unserer Zeichen achtlos sind -
 
8Sie sind es, deren Wohnstatt das Feuer ist, um dessentwillen, was sie sich erwarben.
 
9Jene jedoch, die da glauben und gute Werke tun, wird ihr Herr leiten um ihres Glaubens willen. Ströme werden unter ihnen hinfließen in den Gärten der Wonne.
 
10Ihr Ruf dort wird sein: «Preis Dir, o Allah!» Und ihr Gruß dort wird «Frieden» sein. Und zuletzt werden sie rufen: «Aller Preis gehört Allah, dem Herrn der Welten.»
 
11Wenn Allah den Menschen das Schlimme beschleunigte, wie sie das Reichwerden beschleunigen möchten, so wäre ihre Lebensfrist schon um. Allein Wir lassen die, welche nicht auf die Begegnung mit Uns hoffen, ziellos irregehen in ihrer Verblendung.
 
12Wenn den Menschen Unheil trifft, ruft er Uns an, ob er nun auf der Seite liege oder sitze oder stehe; haben Wir aber sein Unheil von ihm fortgenommen, dann geht er seines Weges, als hätte er Uns nie angerufen um (Befreiung vom) Unheil, das ihn getroffen. Also wird den Maßlosen ihr Tun schön gemacht.
 
13Und Wir vernichteten die Geschlechter vor euch, als sie frevelten; denn es kamen zu ihnen ihre Gesandten mit deutlichen Zeichen, sie aber wollten nicht glauben. Also vergelten Wir dem sündigen Volk.
 
14Danach machten Wir euch zu ihren Nachfolgern auf der Erde, auf daß Wir sähen, wie ihr handeln würdet.
 
15Und wenn Unsere deutlichen Zeichen ihnen vorgetragen werden, sagen jene, die nicht auf die Begegnung mit Uns hoffen: «Bring einen andern Koran als diesen oder ändre ihn.» Sprich: «Es steht mir nicht zu, ihn aus eignem Antrieb zu ändern. Ich folge nur dem, was mir offenbart ward. Ich befürchte, falls ich meinem Herrn ungehorsam bin, die Strafe eines schrecklichen Tags.»
 
16Sprich: «Hätte Allah es gewollt, so hätte ich ihn euch nicht vorgetragen, noch hätte Er ihn euch kund gemacht. Ich habe doch fürwahr ein Menschenalter unter euch gelebt vor diesem. Wollt ihr denn nicht begreifen?»
 
17Wer ist wohl sündiger als jener, der eine Lüge wider Allah erdichtet oder Seine Zeichen als Lügen behandelt? Wahrlich, die Schuldigen haben keinen Erfolg.
 
18Sie verehren statt Allah das, was ihnen weder schaden noch nützen kann; und sie sagen: «Das sind unsere Fürsprecher bei Allah.» Sprich: «Wollt ihr Allah von etwas Nachricht geben, was Er nicht kennt in den Himmeln oder auf der Erde?» Heilig ist Er und hoch erhaben über das, was sie anbeten.
 
19Die Menschen waren einst nur eine einzige Gemeinde, dann aber wurden sie uneins; und wäre nicht ein Wort vorausgegangen von deinem Herrn, es wäre schon entschieden worden zwischen ihnen über das, darob sie uneins waren.
 
20Und sie sagen: «Warum ist nicht ein Zeichen zu ihm herabgesandt worden von seinem Herrn?» Sprich: «Das Verborgene ist Allahs allein. Drum wartet; siehe, ich warte auch mit euch.»
 
21Und wenn Wir die Menschen Barmherzigkeit kosten lassen, nachdem Unheil sie betroffen, siehe, sie beginnen, wider Unsere Zeichen Anschläge zu schmieden. Sprich: «Allah ist schneller im Anschlag.» Unsere Gesandten schreiben alles nieder, was ihr an Anschlägen schmiedet.
 
22Er ist es, Der euch instand setzt, über Land und Meer zu reisen, bis endlich, wenn ihr an (Bord) der Schiffe seid - und sie mit ihnen dahinsegeln mit gutem Wind und sie freuen sich dessen, da erfaßt sie plötzlich ein Sturm, und die Wogen kommen über sie von allen Seiten, und sie meinen schon, sie seien rings umschlossen - dann rufen sie zu Allah in lauterem Gehorsam gegen Ihn: «Wenn Du uns aus diesem errettest, so werden wir sicherlich unter den Dankbaren sein.»
 
23Doch wenn Er sie dann errettet hat, siehe, schon beginnen sie, wieder Gewalt auf Erden zu verüben ohne Recht. O ihr Menschen; eure Gewalttat richtet sich nur gegen euch selbst. (Genießet) die Gaben des Lebens hienieden. Zu Uns soll dann eure Heimkehr sein, dann werden Wir euch ankünden, was ihr gewirkt.
 
24Das Gleichnis des irdischen Lebens ist nur wie das Wasser, das Wir herabsenden aus den Wolken; dann vermischen sich damit die Gewächse der Erde, davon Mensch und Vieh sich nähren, bis daß - wenn die Erde ihren Schmuck empfängt und schön geputzt erscheint und ihre Bewohner glauben, sie hätten Macht über sie - zu ihr kommt Unser Befehl in der Nacht oder am Tag und Wir sie zu einem niedergemähten Acker machen, als habe sie nicht gediehen am Tag zuvor. Also machen Wir die Zeichen klar für ein Volk, das nachzudenken vermag.
 
25Und Allah ladet zur Wohnstatt des Friedens und leitet, wen Er will, auf den geraden Weg.
 
26Denen, die Gutes tun, soll der beste (Lohn) werden, und noch mehr. Weder Dunkel noch Schmach soll ihr Antlitz bedecken. Sie sind die Bewohner des Himmels; darin werden sie ewig weilen.
 
27Die aber Böses tun - Strafe für eine böse Tat ist in gleichem Maße. Schmach wird sie bedecken; keinen Schützer werden sie haben vor Allah (und es soll sein), als ob ihre Angesichter verhüllt wären mit finsteren Nachtfetzen. Sie sind die Bewohner des Feuers; darin müssen sie bleiben.
 
28Und (gedenke) des Tags, da Wir sie versammeln werden allzumal; dann werden Wir zu denen, die Götzen anbeteten, sprechen: «An euren Platz, ihr und eure Götzen!» Dann scheiden Wir sie voneinander, und ihre Götzen werden sprechen: «Nicht uns habt ihr angebetet.
 
29Allah genügt nun als Zeuge zwischen uns und euch. Wir haben wahrhaftig nichts gewußt von eurer Anbetung.»
 
30Dort erfährt jede Seele, was sie vorausgesandt. Und zurückgebracht werden sie zu Allah, ihrem wahren Herrn, und das, was sie zu erdichten pflegten, wird für sie verloren sein.
 
31Sprich: «Wer versorgt euch vom Himmel her und aus der Erde? Oder wer ist es, der Gewalt hat über die Ohren und die Augen? Und wer bringt das Lebendige hervor aus dem Toten und das Tote aus dem Lebendigen? Und wer lenkt alle Dinge?» Sie werden sprechen: «Allah». So antworte: «Wollt ihr denn nicht (Seinen) Schutz suchen?»
 
32Das ist Allah, euer wahrer Herr. Was also sollte bleiben nach der Wahrheit denn Irrtum? Wie lasst ihr euch abwendig machen?
 
33Also hat sich das Wort deines Herrn wider die Empörer bewahrheitet, daß sie nicht glauben.
 
34Sprich: «Ist unter euren Göttern etwa einer, der eine Schöpfung hervorbringt und sie dann zurückkehren läßt?» Sprich: «Allah ist es, Der die Schöpfung hervorbringt und sie dann zurückkehren läßt. Wohin also lasset ihr euch abwendig machen?»
 
35Sprich: «Ist unter euren Göttern etwa einer, der zur Wahrheit leitet?» Sprich: «Allah ist es, Der zur Wahrheit leitet. Ist nun der, Der zur Wahrheit leitet, nicht würdiger, daß man Ihm folge, als der, der den Weg nicht zu finden vermag, er werde denn selbst geleitet? Was fehlt euch also? Wie urteilt ihr nur?»
 
36Und die meisten von ihnen folgen bloß einer Vermutung; doch Vermutung nützt nichts gegenüber der Wahrheit. Siehe, Allah weiß recht wohl, was sie tun.
 
37Und dieser Koran hatte nicht ersonnen werden können, außer durch Allah. Vielmehr ist er eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine Darlegung des Gesetzes - darüber ist kein Zweifel - vom Herrn der Welten.
 
38Sagen sie: «Er hat ihn erdichtet»? Sprich: «Bringt denn eine Sura wie diesen (Koran) hervor und rufet, wen ihr nur könnt, außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid.»
 
39Nein; aber sie haben das geleugnet, was sie nicht umfaßten mit Wissen, noch war seine Bedeutung zu ihnen gekommen. Ebenso leugneten auch jene, die vor ihnen waren. Doch sieh, wie das Ende derer war, die Unrecht taten!
 
40Unter ihnen sind solche, die daran glauben werden, und andere, die nicht daran glauben werden, und dein Herr kennt jene wohl, die verderbt handeln.
 
41Und wenn sie dich der Lüge zeihen, so sprich: «Für mich ist mein Werk und für euch ist euer Werk. Ihr seid nicht verantwortlich für das, was ich tue, und ich bin nicht verantwortlich für das, was ihr tut.»
 
42Und unter ihnen sind solche, die dir Ohr leihen. Aber kannst du die Tauben hörend machen, wiewohl sie nicht begreifen?
 
43Und unter ihnen sind solche, die auf dich schauen. Aber kannst du den Blinden den Weg weisen, wiewohl sie nicht sehen?
 
44Wahrlich, Allah fügt den Menschen kein Unrecht zu, die Menschen aber begehen Unrecht an ihren eigenen Seelen.
 
45Und an dem Tage, an dem Er sie versammelt (wird es ihnen sein), als hätten sie nur eine Stunde eines Tages geweilt. Sie werden einander erkennen. Verloren fürwahr werden jene sein, die die Begegnung mit Allah leugneten und nicht rechtgeleitet waren.
 
46Und ob Wir dir (die Erfüllung) von einigen der Dinge zeigen, die Wir ihnen angedroht haben, oder dich (vorher) sterben lassen, zu Uns wird ihre Heimkehr sein; hernach ist Allah Zeuge all dessen, was sie tun.
 
47Und für jedes Volk ist ein Gesandter. Wenn also ihr Gesandter kommt, so wird zwischen ihnen entschieden nach Gerechtigkeit, und kein Unrecht widerfährt ihnen.
 
48Und sie sprechen: «Wann wird dies Versprechen (verwirklicht werden), wenn ihr wahrhaftig seid?»
 
49Sprich: «Ich habe aus mir selbst keine Macht über Wohl oder Wehe meiner Seele, außer, was Allah will. Jedes Volk hat eine Frist; und wenn ihre Frist um ist, so können sie auch nicht einen Augenblick dahinter zurückbleiben, noch können sie (ihr) vorauseilen.»
 
50Sprich: «Was meint ihr? Wenn Seine Strafe über euch kommt bei Nacht oder bei Tag, wie werden die Schuldigen sich ihr entziehen?
 
51Wollt ihr erst dann, wenn sie eintrifft, an sie glauben? Wie! Jetzt! Und doch wolltet ihr sie beschleunigen!»
 
52Dann wird zu den Frevlern gesagt werden: «Kostet nun die Strafe der Ewigkeit. Ihr empfanget Vergeltung nur für das, was ihr verdient habt.»
 
53Und sie fragen dich: «Ist es wahr?» Sprich: «Ja, bei meinem Herrn! Es ist ganz gewißlich wahr; und ihr könnt es nicht hindern.»
 
54Und wenn eine jede Seele, die Unrecht begeht, alles besäße, was auf Erden ist, sie würde versuchen, sich damit loszukaufen. Sie werden (ihre) Reue verhehlen, wenn sie die Strafe sehen. Und es wird zwischen ihnen entschieden werden nach Gerechtigkeit, und sie sollen nicht Unrecht leiden.
 
55Wisset, Allahs ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wisset, Allahs Verheißung ist wahr! Doch die meisten von ihnen wissen es nicht.
 
56Er gibt Leben und sendet Tod, und zu Ihm kehrt ihr zurück.
 
57O ihr Menschen! Nunmehr ist eine Ermahnung zu euch gekommen von eurem Herrn und eine Heilung für das, was in den Herzen sein mag, und eine Führung und Barmherzigkeit für die Gläubigen.
 
58Sprich: «Durch die Gnade Allahs und durch Seine Barmherzigkeit; hieran denn mögen sie sich freuen. Das ist besser als das, was sie anhäufen.»
 
59Sprich: «Habt ihr bedacht, daß Allah euch Nahrung hinabgesandt hat, ihr aber machtet (etwas) davon unerlaubt und (anderes) erlaubt?» Sprich: «Hat Allah euch (das) gestattet oder erfindet ihr Lügen wider Allah?»
 
60Was denken wohl jene, die Lügen wider Allah erfinden, über den Tag der Auferstehung? Wahrlich, Allah ist gnadenvoll gegen die Menschen, jedoch die meisten von ihnen sind nicht dankbar.
 
61Du verrichtest nichts, und du trägst von diesem (Buch) keinen Teil des Korans vor, und ihr betreibt kein Werk, ohne daß Wir über euch Zeugen sind, wenn ihr darin befangen seid. Und auch nicht eines Stäubchens Gewicht ist auf Erden oder im Himmel verborgen vor deinem Herrn. Und es gibt nichts, ob noch ein kleineres als dies oder ein größeres, das nicht in einem deutlichen Buche stünde.
 
62Siehe, über Allahs Freunde soll keine Furcht kommen, noch sollen sie trauern -
 
63Sie, die da glaubten und rechtschaffen waren.
 
64Für sie ist frohe Botschaft in diesem Leben sowie im Jenseits Unabänderlich sind Allahs Worte - das ist fürwahr die höchste Glückseligkeit.
 
65Und laß dich ihre Rede nicht betrüben. Alle Macht ist Allahs allein. Er ist der Allhörende, der Allwissende.
 
66Siehe, wer immer in den Himmeln und wer immer auf der Erde ist, er ist Allahs. Die da andere anrufen als Allah, folgen nicht (wirklich diesen) Göttern; sie folgen nur einem Wahn, und sie vermuten bloß.
 
67Er ist es, Der die Nacht für euch gemacht hat, auf daß ihr in ihr ruhen möchtet, und den Tag voll des Lichts. Wahrlich, hierin sind Zeichen für ein Volk, das zu hören vermag.
 
68Sie sagen: «Allah hat Sich einen Sohn zugesellt.» Preis Ihm! Er ist der Sich Selbst Genügende. Sein ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Ihr habt keinen Beweis hierfür. Wollt ihr wider Allah behaupten, was ihr nicht wisset?
 
69Sprich: «Die eine Lüge wider Allah erfinden, sie werden keinen Erfolg haben.»
 
70Ein wenig Genuß in dieser Welt - dann ist zu Uns ihre Heimkehr. Dann werden Wir sie die strenge Strafe kosten lassen dafür, daß sie ungläubig waren.
 
71Trage ihnen die Geschichte von Noah vor, da er zu seinem Volke sprach: «O mein Volk, wenn mein Rang (bei Gott) und meine Ermahnung (an euch) durch die Zeichen Allahs euch ärgerlich sind - und in Allah setze ich mein Vertrauen -, so stellt nur all eure Anschläge ins Feld und eure Götter, und lasset euer Planen für euch nicht im Dunkel sein, sondern handelt wider mich und gebt mir keine Frist.
 
72Kehrt ihr aber den Rücken, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn ist allein bei Allah, und mir ward befohlen, daß ich zu den Gottergebenen gehöre.»
 
73Doch sie verwarfen ihn, darum retteten Wir ihn und die bei ihm waren in da Arche. Und Wir machten sie zu Nachfolgern, während Wir jene ertrinken ließen, die Unsere Zeichen verworfen hatten. Schau also, wie das Ende derer war, die gewarnt worden waren!
 
74Dann schickten Wir nach ihm (andere) Gesandte zu ihrem Volk, und sie brachten ihnen klare Beweise. Allein sie wollten nicht (an sie) glauben, weil sie sie zuvor verworfen hatten. Also versiegeln Wir die Herzen der Übertreter.
 
75Dann schickten Wir nach ihnen Moses und Aaron zu Pharao und seinen Häuptern mit Unseren Zeichen, sie aber betrugen sich hoffärtig. Und sie waren ein sündiges Volk
 
76Als nun Wahrheit von Uns zu ihnen kam, da sprachen sie: «Das ist gewißlich ein offenkundiger Zauber.»
 
77Moses sprach: «Sagt ihr (solches) von der Wahrheit, nachdem sie zu euch gekommen ist? Ist das Zauberei? Und die Zauberer haben niemals Erfolg.»
 
78Sie sprachen: «Bist du zu uns gekommen, daß du uns abwendig machen möchtest von dem (Weg), auf dem wir unsere Väter fanden, und daß ihr beide die Herrschaft im Lande habet? Wir aber wollen an euch nicht glauben.»
 
79Da sprach Pharao: «Bringt mir alle kundigen Zauberer herbei.»
 
80Als nun die Zauberer kamen, sprach Moses zu ihnen: «Werfet, was ihr zu werfen habt.»
 
81Als sie dann geworfen hatten, sprach Moses: «Was ihr gebracht habt, ist Zauberei. Allah wird sie sicherlich zunichte machen. Denn wahrlich, Allah läßt das Werk der Verderbenstifter nicht gedeihen.
 
82Allah erhärtet die Wahrheit durch Seine Worte, auch wenn es den Sündern unlieb ist.»
 
83Und niemand gehorchte Moses, bis auf einige Jünglinge seines Volkes, aus Furcht vor Pharao und ihren Häuptern, er möchte sie sonst verfolgen. Und in der Tat war Pharao ein Gewalthaber im Land, und wahrlich, er war ein Übertreter.
 
84Moses sprach: «O mein Volk, habt ihr an Allah geglaubt, so vertrauet nun auf Ihn, wenn ihr euch wirklich (Ihm) ergeben habt.»
 
85Sie sprachen: «Auf Allah vertrauen wir Unser Herr, mache uns nicht zu einer Versuchung für das Volk der Ungerechten.
 
86Und errette uns durch Deine Barmherzigkeit von dem Volk der Ungläubigen.»
 
87Und Wir redeten zu Moses und seinem Bruder: «Bereitet in Ägypten einige Häuser für euer Volk und lasset eure Häuser einander gegenüber sein und verrichtet das Gebet.» Und: «Verkünde frohe Botschaft den Gläubigen.»
 
88Da sprach Moses: «Unser Herr, Du hast Pharao und seinen Häuptern Pracht verliehen und Reichtümer im Leben hienieden, (mit dem Ergebnis) unser Herr, daß sie abwendig machen von Deinem Pfad. Unser Herr, zerstöre ihre Reichtümer und triff ihre Herzen, so daß sie nicht glauben, ehe sie nicht die schmerzliche Strafe sehen.»
 
89Er sprach: «Euer Gebet ist erhört. Seid ihr beide denn standhaft und folget nicht dem Weg derer, die nicht wissen.»
 
90Wir führten die Kinder Israels durch das Meer; und Pharao mit seinen Heerscharen verfolgte sie wider Recht und feindlich, bis das Ertrinken ihm nahte (und) er sprach: «Ich glaube, daß es keinen Gott gibt als Den, an Den die Kinder Israels glauben, und ich gehöre nun zu den Gottergebenen.»
 
91Wie! Jetzt! Wo du bisher ungehorsam warst und warst einer derer, die Unordnung stiften.
 
92So wollen Wir dich heute erretten in deinem Leibe, auf daß du ein Zeichen seiest denen, die nach dir kommen. Und sicherlich, viele unter den Menschen achten Unserer Zeichen nicht.
 
93Wir bereiteten fürwahr den Kindern Israels eine treffliche Wohnstatt und versorgten sie mit guten Dingen, und sie waren nicht eher uneins, als bis die Erkenntnis zu ihnen kam. Wahrlich, am Tage der Auferstehung wird dein Herr zwischen ihnen entscheiden über das, worüber sie uneins waren.
 
94Und wenn du im Zweifel bist über das, was Wir zu dir niedersandten, so frage diejenigen, die vor dir die Schrift gelesen haben. Fürwahr, die Wahrheit ist zu dir gekommen von deinem Herrn; sei also nicht der Zweifler einer.
 
95Und gehöre auch nicht zu jenen, die Allahs Zeichen verwerfen, sonst wirst du unter den Verlorenen sein.
 
96Diejenigen, wider die das Wort deines Herrn ergangen ist, sie werden nicht glauben,
 
97Auch wenn ihnen jegliches Zeichen käme, bis sie die schmerzliche Strafe sehen.
 
98Warum war da kein Volk, außer dem Volke Jonas, das so glauben mochte, daß ihnen ihr Glaube gefruchtet hätte? Als sie glaubten, da nahmen Wir die Strafe der Schande von ihnen hinweg in diesem Leben und versorgten sie für eine Zeitlang.
 
99Und hätte dein Herr Seinen Willen erzwungen, wahrlich, alle, die auf der Erde sind, würden geglaubt haben insgesamt. Willst du also die Menschen dazu zwingen, daß sie Gläubige werden?
 
100Niemandem steht es zu, zu glauben, es sei denn mit Allahs Erlaubnis Er sendet (Seinen) Zorn über jene, die ihre Vernunft nicht gebrauchen mögen.
 
101Sprich: «Betrachtet doch, was in den Himmeln und auf der Erde (geschieht).» Allein Zeichen und Warner nützen nichts bei einem Volk, das nicht glauben will.
 
102Was erwarten sie denn anderes als die Tage jener, die vor ihnen dahingegangen sind? Sprich: «Wartet denn, ich bin mit euch unter den Wartenden.»
 
103Dann werden Wir Unsere Gesandten erretten und jene, die da glauben. Also obliegt es Uns, daß Wir die Gläubigen retten.
 
104Sprich: «O ihr Menschen, wenn ihr im Zweifel seid über meinen Glauben, dann (wisset), ich verehre nicht die, welche ihr statt Allah verehrt, sondern ich verehre Allah allein, Der euch dahinnehmen wird, und mir ward geboten, daß ich einer der Gläubigen sei,
 
105Und (daß ich spreche): "Richte dein Augenmerk auf den Glauben in Aufrichtigkeit, und sei nicht einer der Götzendiener.
 
106Und rufe nicht statt Allah anderes an, das dir weder zu nützen noch zu schaden vermag. Tätest du es, dann wärest du gewißlich unter den Frevlern."»
 
107Und wenn dich Allah mit einem Übel trifft, so gibt es keinen, der es hinwegnehmen kann, als Ihn allein; und wenn Er dir Gutes gönnt, so gibt es keinen, der Seine Gnade zu hindern vermöchte. Er läßt sie unter Seinen Dienern zukommen, wem Er will, und Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.
 
108Sprich: «O ihr Menschen, nun ist die Wahrheit zu euch gekommen von eurem Herrn. Wer nun dem rechten Weg folgt, der folgt ihm allein zum Heil seiner eigenen Seele, und wer in die Irre geht, der geht nur zu seinem eigenen Schaden irre. Und ich bin nicht ein Hüter über euch.» 109. Und folge dem, was dir offenbart ward, und sei standhaft, bis Allah Sein Urteil spricht, denn Er ist der beste Richter.